Unsere Projekte in Afrika sind nicht auf humanitäre Hilfe ausgerichtet, da diese die Betroffenen meist im Zustand der Abhängigkeit belässt. In erster Linie helfen wir interessierten Menschen, sich zu organisieren. Durch ein langfristiges Engagement und einen beständigen Aufbau erreichen wir auch Bevölkerungsgruppen, die sonst keine Unterstützung zu erwarten haben. Von unseren afrikanischen Partnern oder Partnerorganisationen erwarten wir, dass sie selbst einen freiwilligen Beitrag leisten, ebenso wie wir es in Deutschland tun.
Als Verein mit beschränkten personellen und finanziellen Ressourcen füllen wir eine Nische. Unsere Beträge stärken lokale Initiativen, die bei größeren Organisationen oft untergehen. Mit diesen Aktionen können wir Entwicklungen und Prozesse ermöglichen, die lange über unsere Unterstützung hinaus Folgen zeigen.
Wir arbeiten auf der Basis der Gegenseitigkeit, und darunter verstehen wir: Wenn wir eine Gemeinde oder Gruppierung in Afrika unterstützen, hilft diese ebenfalls anderen Gemeinschaften. Es gibt keine "Geber und Empfänger" im Sinne der gebräuchlichen Entwicklungszusammenarbeit. Materielle Hilfe leisten wir erst, wenn vor Ort gut ausgebildete Strukturen bestehen.
Wir initiieren Projekte auf der Basis der lokalen Nachfrage und Initiative. Unsere Partner entwickeln Projektideen und suchen dazu engagierte MitarbeiterInnen. Diese Nachfrage ist jeweils die Ausgangsbasis für unsere Unterstützung.
Unsere Unterstützung hat viele Formen. Zur Durchführung einer Alphabetisierungskampagne sind zum Beispiel finanzielle Mittel für den Kauf von Schulmaterial und Büchern nötig. In anderen Fällen sind die Ausbildung von InitiatorInnen, Beratung, Kommunikation oder Information wichtiger als Geldbeträge.